Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 05.-07.11.2015

Strategische Kommunikation im Spannungsfeld von Intention und Emergenz

ausgerichtet von Stefan Wehmeier und Dennis Schoeneborn

 

Strategische Kommunikation ist eine in den Kommunikationswissenschaften zunehmend gebräuchliche Bezeichnung, die verschiedene (Teil-)Disziplinen wie Marketing, Public Relations und Organisationskommunikation berührt. Obschon der Begriff „strategisch“ auf zielgerichtete, geplante und gesteuerte Prozesse hindeutet, besteht strategische Kommunikation in der Praxis zumeist aus einem Bündel geplanter und ungeplanter Aktivitäten – dies umso mehr in einer sich schnell wandelnden, komplexen, globalisierten und von sozialen Medien durchdrungenen Gesellschaft. Die Tagung möchte daher genau das Wechsel- und Zusammenspiel zwischen zielgerichteten Kommunikationsstrategien einerseits und emergenten Kommunikationspraktiken andererseits in den Blick nehmen, die nichtsdestotrotz strategische Wirkung entfalten können. Dieser thematische Fokus lässt Raum für Ansätze aller Art, z.B. aus den Bereichen Kommunikationsmanagement, Wandel-kommunikation, Krisenkommunikation oder Stakeholder-Kommunikation – bis hin zu grundsätzlichen Fragen der kommunikativen Konstituierung von Organisationen im Zusammenwirken von Intention und Emergenz.

 

Die Vielfältigkeit und zunehmende Bedeutung des Konzepts der strategischen Kommunikation spiegelt sich dabei u.a. in jüngeren Veröffentlichungen in den unterschiedlichen Disziplinen, für die es relevant ist: Neben der Kommunikationswissenschaft (u.a. Corman, Trethewey & Goodall Jr. 2008; Röttger, Gehrau & Preusse 2013; Trepte, Hasebrink & Schramm 2009) sind dies vor allem die Wirtschaftswissenschaft (u.a. Bruhn 2014; Golsorkhi, Rouleau, Seidl & Vaara 2010; Lennardt 2009), die Politikwissenschaft (u.a. Tils 2011) sowie die (Kommunikations-)Soziologie (Sandhu 2009). Die Jahrestagung setzt sich das Ziel, das Konzept in seiner Vielfalt theoretisch und empirisch zu beleuchten.

 

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