3. Jahrestagung der AhG Wissenschaftskommunikation an der TU Dresden:

 

“Die Rolle der Disziplinen: Wissenschaftskommunikation in den Natur-, Geistes-,

Sozial-, Lebens- und Technikwissenschaften”

 

 

 Vom  5. bis 6. Februar 2016 fand in Dresden die dritte Jahrestagung der AhG Wissenschaftskommunikation statt mit dem Thema “Die Rolle der Disziplinen: Wissenschaftskommunikation in den Natur-, Geistes-, Sozial-, Lebens- und Technikwissenschaften”. Organisatoren waren Corinna Lüthje, Lutz Hagen, Wolfgang Donsbach, Farina Dobrinck und Claudia Seifert vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden.

 

Tagungsthema:

 

„Die“ Wissenschaft existiert nicht. Jede Fächergruppe und in ihr jede Disziplin hat eine eigene Kultur, die sich nicht nur über ihr Erkenntnisobjekt, sondern auch über Methoden, Theorien und vor allem kommunikative Praktiken definiert. Nicht nur die interne Kommunikation ist fachspezifisch, sondern auch die Art und Weise, wie die Disziplinen mit der Gesellschaft kommunizieren und wie ihre Forschung, deren Ergebnisse und Evidenz in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Wie unterscheiden sich diese kommunikativen Praktiken? Welche Herausforderungen und Chancen sind damit verbunden? Wie gehen die Disziplinen mit neuen Medientechnologien und sich wandelnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen um?

 
 
Diese Aspekte wurden in fünf thematischen Blöcken diskutiert:
 
 
 1. Öffentliche Wissenschaftskommunikation: Hier interessierten uns die klassischen Felder Wissenschaftsjournalismus und -PR sowie ihr Verhältnis zueinander. Was ist die Rolle der Ressorts? Welche Disziplinen werden selbst publizistisch tätig und welche sind eher Gegenstand der Berichterstattung? Welche Bedeutung hat öffentliche Aufmerksamkeit für die Verfasstheit der Disziplinen und ihre Positionierung in der gesamten Wissenschaft und in der Gesellschaft? Wie sieht es mit Nutzung, Rezeption und Wirkung von Wissenschaftskommunikation aus?
 
 
2. Neue Medien in der Wissenschaftskommunikation: Die Mediatisierung der Welt schreitet voran. Welche Auswirkungen hat der technologische Medienwandel auf die Wissenschaftskommunikation der Disziplinen?
 
 
3. Anwendungsorientierte Wissenschaft und Politikberatung: Einige Wissenschaftsbereiche sind von großer Aktualität und gesellschaftlicher Relevanz (z.B. Klimaforschung und Umwelt, Technikfolgenabschätzung und Energie oder Medizin und Gesundheit). Sie sind gleichzeitig Politikbereiche in denen dringende Entscheidungen anstehen. Deshalb genießen sie eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Welchen Einfluss hat diese gesellschaftliche Relevanz auf die Wissenschaftskommunikation?
 
 
4. Interne Wissenschaftskommunikation: Hier interessieren uns Beiträge zu wissenschaftlicher Publikation und informeller Kommunikation. Willkommen sind auch Reflexionen der kommunikationswissenschaftlichen Wissenschaftskommunikation.
 
 
5. Besondere Herausforderungen der inter- und transdisziplinären Wissenschaftskommunikation: Die Komplexität vieler Forschungsbereiche erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen aber auch die Zusammenarbeit mit wissenschaftsexternen Akteuren. Was sind die Besonderheiten der inter- und transdiziplinären Wissenschaftskommunikation?