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Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik

Die Fachgruppe versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Austausch und die Auseinandersetzung über aktuelle und grundlegende kommunikations- und medienethische Themen. Darüber hinaus soll der einschlägig interessierte Kommunikations- und medienwissenschaftliche Nachwuchs gefördert und das Anliegen der Kommunikations- und Medienethik verstärkt in die Gesellschaft getragen werden.

Aufgabe der Fachgruppe ist es, die Auseinandersetzung über theoretisch-wissenschaftliche und praktisch-anwendungsbezogene Aspekte der Ethik innerhalb der deutschsprachigen Kommunikations-, Publizistik- und Medienwissenschaft zu intensivieren. Die Fachgruppe versteht sich als eine quer zu den anderen Fachgruppen der DGPuK liegende akademische Diskussionsplattform, die als Forum für Wissenschaftler und Praktiker dienen soll. Die Fachgruppe kooperiert mit dem Netzwerk Medienethik.

Gut zu wissen...

„Streitkulturen – Medienethische Perspektive": Jahrestagung 2021 in Erlangen

Die DGPuK-Fachgruppe „Kommunikations- und Medienethik“ führt vom 18. bis 19. Februar 2021 ihre Jahrestagung zum Thema „Streitkulturen – Medienethische Perspektive auf gesellschaftliche Diskurse im Haus der Kirche in Erlangen durch.  Es besteht die Möglichkeit, sich mit einem Vortrag an der Tagung zu beteiligen. Dabei können Beiträge zu folgenden Bereichen eingereicht werden:

  • Einordnung von abstrakten normativen Leitlinien und Begriffen, die für eine diskursive Verständigung plädieren.
  • Darlegung etablierter medienethische Modelle/Instrumentarien demokratischer Streitkultur und deren kritische Revision unter den oben geschilderten aktuellen Bedingungen.
  • Aufzeigen neuer technologischer Möglichkeiten für die Etablierung demokratischer Streitkultur im Netz in medienethischer Perspektive.
  • Ermöglichung (Zivil-)gesellschaftlicher Initiativen zur Förderung demokratischer Streitkultur unter den Bedingungen globalisierter digitaler Kommunikation.
  • Medienethische Reflexion sprachlicher Strategien, die u.a. mit kalkulierten Schlag- und Reizwörtern, Kampfvokabeln sowie Polemiken und Provokationen agieren.
  • Reflexion von Modellen und Initiativen, die dazu beitragen können, eine tolerante und respektvolle Streitkultur im Rahmen offener Diskurse mit dem Ziel einer argumentativen Verständigung innerhalb der Gesellschaft zu bewerkstelligen.
  • (Diskurs)Analysen gelingender oder misslingender Streitkulturen

Hier geht es zum Call.

NEU: Einreichungen sind bis zum 15. September 2020 möglich.

Am 30. Juli 2020, 24:00 Uhr endet die Frist zur Einreichung von Abstracts für Einzelbeiträge und Panels bei Marlis Prinzing (marlis.prinzing@das-rote-sofa.de) und Julia Serong (julia.serong@ifkm.lmu.de). Bis 30. Oktober 2020 werden alle Einreichenden über die Annahme oder Ablehnung ihrer Einreichungen informiert.

 

Neuwahl der Sprecherinnen

Bei der Sitzung der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik im Rahmen der Jahrestagung wurden am 19. Februar 2020 in München auf zwei Jahre gewählt: Marlis Prinzing (1. Sprecherin, Mitte); Julia Serong (2. Sprecherin, links); die bisherige 2. Sprecherin Nina Köberer stand aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl. Foto: Anna Futter.

Kontakt

Erste Sprecherin 

Prof. Dr. Marlis Prinzing 
Hochschule Macromedia Köln
Brüderstrasse 17
50667 Köln
marlis.prinzing@das-rote-sofa.de 


Zweite Sprecherin

Dr. Julia Serong
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung
Oettingenstr. 67
80538 München

julia.serong@ifkw.lmu.de

 

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Jahrestagung 2020 zum Thema: Medien und Wahrheit. Medienethische Perspektiven auf „Fake News“, Künstliche Intelligenz und Agenda-Setting durch Algorithmen

Die Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik in der DGPuK zusammen mit dem Netzwerk Medienethik und in Kooperation mit der Akademie für politische Bildung, Tutzing, war am 20. und 21. Februar 2020 an der Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 31, 80539 München
Tagungssteam: Roberta Astolfi, Alexander Filipovic, Nina Köberer, Marlis Prinzing, Christian Schicha, Saskia Sell, Ingrid Stapf
Programm: https://www.netzwerk-medienethik.de/jahrestagung/tagung2020/ , siehe auch: Call

Kurz gefasst:

Der Informationsaustausch ist im Netz dichter und vielfältiger geworden. Gerüchte und Stammtischparolen können je nach Plattformlogik direkt neben journalistischer Berichterstattung erscheinen. Nicht immer ist nachvollziehbar, von wem welche Inhalte im netzöffentlichen Raum stammen und welche Absichten durch das Publizieren verfolgt werden. Es ist für jede(n) einfach und kostengünstig, Inhalte aller Art über zahlreiche digitale Kanäle unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Äußerungen zu verbreiten. Die Demokratisierung der Öffentlichkeit gelingt durchaus, etwa durch eine gestiegene Vielfalt an Publikationen, einem breiteren Meinungsspektrum und einer breiteren Beteiligung am öffentlichen Diskurs. Der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit zeigt aber auch damit verbundene ethische Problemlagen. Die Tagung stellte die erkenntnistheoretische Frage nach Wahrheit, reflektierte die medienethischen Forderung nach Wahrheit und Sorgfalt im Journalismus und analysierte auch Unterhaltungsformen und Social-Media-Veröffentlichungen nicht-journalistischer Akteure mit Blick auf die Wahrheitsnorm.

Eingeleitet:

Marlis Prinzing wies einleitend auf das Profil der FG hin als ein Diskursforum sein für Fragen, die kommunikations- und medienethisch in der Analyse sowie in der praktischen Anwendung umtreiben, und als ein Schaufenster für das, was im insbesondere deutschsprachigen Raum in der Medienethik geforscht, debattiert und geleistet wird. Die FG wolle normative Fragen generieren, die verschiedene Disziplinen befruchten. Das  Tagungsthema „Medien und Wahrheit“ zeige z.B., was speziell Kommunikations- und Medienethik zu einer KoWi als Öffentlicher Wissenschaft beitragen könne indem sie Expertise und Evidenz in Fragen von aktueller gesellschaftlicher Bedeutung liefere. Denn man befinde sich in einer Zeit, in z.B. der amtierende amerikanische Präsident der Verpflichtung von Medien auf Wahrheit mit dem Begriff „Fake News“ einen Spin gegeben habe, welcher „Wahrheit“ letztlich zu einem Kampfbegriff erhob, auch um zum einen die zentrale Norm der Medienfreiheit auszuhöhlen und zum anderen die Rolle von Journalismus als Beobachter und Widersprecher in demokratischen Gesellschaften zu schwächen. Hier ist der gesamte Text verlinkt: Einführung 2020.

Nachbereitet:

Bärbel Röben hat dazu einen Bericht verfasst, der hier verlinkt ist: Tagungsbericht 2020

DLF Nova hat in seiner Reihe Hörsaal das Auftakt-Panel der Jahrestagung unserer Fachgruppe im Februar 2020 in München zum Thema „Medien und Wahrheit“ aufgegriffen. Die ausgewählten Vorträge reflektierten über Wahrheit und Fälschung im öffentlichen Raum, und zwar aus den Perspektiven der Regulierung, der Professionsethik und der journalistischen Praxis, gefolgt von einer kurzen Podiumsdiskussion (Moderation Marlis Prinzing (Köln)). 

  • Wolfgang Schulz (Hamburg) machte den Auftakt, sein Vortrag trug den Titel: Automatisiert ans Ende der demokratischen Mediengesellschaft? Die Rolle von Ethik und Recht bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Kommunikation. Schulz erläuterte die verfassungsrechtlichen Bedingungen für eine zielführende Herangehensweise an KI und Automatisierung, aber auch die Rolle ethischer Erwägungen.
  • Tanjev Schultz (Mainz): Der Reporter-Blick von nirgendwo? Journalismus in der Spannung zwischen Subjektivität und Objektivitätsanspruch. Schultz stellte Handlungsmöglichkeiten vor, um dieses Spannungsverhältnis zu überwinden und nahm dabei auch Bezug auf die Herausforderungen durch Desinformation. 
  • Tobias Eberwein (Wien): Sagen, was sein könnte: Wahrheit und Fälschung im aktuellen Erzähljournalismus. Medienethische Überlegungen am Beispiel des Falls Relotius. Eberwein befasste sich mit dem Spannungsfeld zwischen einem literarischen Journalismus-Stil und wahrheitsgemäßem Berichten sowie mit Chancen und Risiken des Erzählstils, die er am Fall von Claas Relotius erläuterte.

Nachzuhören ist all dies seit 4. April 2020 hier: https://www.deutschlandfunknova.de/hoersaal

 

Archiv

Rückblick 2019

 

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Das beachtete Publikum – ein Gespräch, das zugleich die Praxis-Wissenschaftsbrücke markierte. Von links: Marc Ziegele (Uni Düsseldorf), Marlis Prinzing (Hochschule Macromedia), Rainer Erlinger (Autor), Daniel Fiene (Journalist, Leiter Audience Engagement Team Rheinische Post). Foto: Raphael Markert

 

Rückblick auf die Tagung Kommunikations- und Medienethik Reloaded. Orientierungssuche im Digitalen – zwischen Innovationsdruck, Postfaktizität und sich auflösenden Kommunikations- und Wahrnehmungsgewissheiten.

 

Jahrestagung 2019 der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik in Zusammenarbeit mit der Akademie für politische Bildung, Tutzing, und dem Netzwerk Medienethik vom 21.2.2019 bis 22.2.2019 (mit Nachwuchstagung am 20.2.2019) an der Hochschule Macromedia, Brüderstraße 17, 50667 Köln

Thema und Programm:

Siehe: Call for Papers

Kurz gefasst:

Verantwortungsbewusstsein und ein ethischer Kompass für die digitale Gesellschaft lassen sich am Besten im Miteinander von Forschungs- und Praxisperspektiven bewahren und weiterentwickeln. Und: die Kommunikations- und Medienethikforschung hält hierfür viele aktuelle Befunde bereit. Dies sind zentrale Ergebnisse der Tagung. Themenschwerpunkte waren Innovation, Digitalisierung und Plattformisierung, ferner Desinformation, Publikumsperspektiven und der Blick ins eigene Fach: wo steht die Forschung zur Kommunikations- und Medienethik bezogen z.B. auf die Anforderungen und auf die Fragen nach Verantwortung, die die digitale Mediengesellschaft aufwirft? Geert Lovink (Medientheoretiker, Amsterdam) wies auf die Vereinsamung von Menschen durch die Wirkungsmacht von sozialen Medien hin, Hansi Voigt (Medienpionier, Zürich) auf Chancen, im Miteinander von Praxis, Politik und Forschung alternative Wege zu entwickeln. Sonja Schwetje (n-tv-Chefredakteurin) beschrieb, wie um Strategien für den Umgang mit Online-Desinformation gerungen wird. Die Motive von Internet-Trollen besser zu verstehen, könne hierfür nützlich sein, erklärte Tobias Eberwein (Wien).

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Tagungsbericht von Bärbel Röben am 5.3.2019 in M – Menschen machen Medien:

Auf der Suche nach Ethik-Orientierung

Bei digitalen Innovationen dominieren ökonomische Interessen, doch diese sind „Ursprung vieler ethischer Probleme“. So ein Tenor der Tagung „Kommunikations- und Medienethik reloaded“ Ende Februar in Köln, bei der es um Orientierungen in der digitalen Medienwelt ging. Moralkonflikte im Zusammenhang mit Digitalisierung müssten gesellschaftlich ausgehandelt und Handlungsempfehlungen gegeben werden für „eine funktionierende und aufgeklärte digitale Mediengesellschaft“, so einige Befunde. Weiter...

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Im Gespräch: Keynotespeaker Geert Lovink mit Saskia Sell. Foto: Raphael Markert

Aufwachsen mit Medien. Zur Ethik mediatisierter Kindheit und Jugend. Medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitale MediengesellschafT

Das Aufwachsen mit digitalen Medien ist ein Thema der Ethik. Der Band nimmt aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, der Bildung und des Kinder- und Jugendmedienschutzes zum Anlass, ein neues Themenfeld für die Kommunikations-, Medien- und Informationsethik aufzubereiten, kritisch einzuordnen und zu bewerten. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Frage der Autonomieentwicklung von Heranwachsenden in mediatisierten Gesellschaften und Öffentlichkeiten. Damit werden Abwägungen zu Schutzforderungen (z.B. Daten, Privatsphäre) notwendig. Neben theoretischen Grundlegungen zeigt der Band anhand der Themenfelder Spiel und Unterhaltung, Überwachung und Fürsorge sowie Realität und Virtualität aktuelle Spannungsfelder auf. Die Autoren und Autorinnen reflektieren und über die Folgen für Gesellschaft, Bildung und Politik. Aufzuwachsen in mediatisierten Gesellschaften stellt zentrale ethische Fragen, die medien- und bildungspolitisch hoch aktuell sind. Grundlegend sind Überlegungen zu der den Heranwachsenden zu vermittelnden Autonomie in mediatisierten Gesellschaften und Öffentlichkeiten.

Mit Beiträgen von Linda Breitlauch, Eike Buhr, Detlef Endeward, Bernhard Debatin, Alexander Filipovic, Rüdiger Funiok, Petra Grimm, Thilo Hagendorff/Jutta Hagendorff, Florian Heusinger von Waldegge, Dietmar Kammerer, Nina Köberer, Larissa Krainer, Kerstin Liesem, Patrick Maisenhölder, Gudrun Marci-Boehncke, Dominik Merli, Carsten Ochs, Claudia Paganini, Marlis Prinzing, Matthias Rath, Christoph Schickhardt, Christian Schlöndorf, Ingrid Stapf, André Weßel

Ingrid Stapf / Marlis Prinzing / Nina Köberer (Hrsg.): Aufwachsen mit Medien. Zur Ethik mediatisierter Kindheit und Jugend. Medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitale Mediengesellschaft (Bd. 9 der Reihe Kommunikations- und Medienethik), Baden-Baden (Nomos) 2019. 363 S., 69,00€, ISBN 978-3-8487-5189-1

Rezensionen (Verlagswebseite): hier

»Maßgeblich zeigt der Band, dass digitale Bildung, Ethik und digitale Verantwortung untrennbar miteinander verwoben sind, was als wegweisender Impuls der Medienpädagogik gedeutet werden kann.« medien + erziehung 3/2019, 93

»bietet einen umfangreichen, breiten und tiefgehenden Überblick über ethische Aspekte im Zusammenhang mit der digitalen medialen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen... eine grundlegende Sammlung von Aufsätzen zu unterschiedlichen Aspekten des Themenfeldes... Das Buch ist ein sehr empfehlenswerter Sammelband für alle, die sich mit dem Thema Ethik und Medien beschäftigen wollen.« Martin Lorber, spielkultur.ea.de 06.06.2019

»tiefgründige Reflexionen, detailreiche Analysen und praktische Handlungsempfehlungen.« Josef Bordat, Die Tagespost 09.05.2019

Inhaltsverzeichnis (Verlagswebseite): hier

 

Rückblick 2018

Neues Sprecherteam: Bei der FG-Sitzung am 22.2.2018 wurden auf zwei Jahre gewählt:

1. Sprecherin: Marlis Prinzing

2. Sprecherin: Nina Köberer

Die neuen FG-Sprecherinnen Marlis Prinzing (links) und Nina Köberer

mit Rüdiger Funiok, dem die Jahrestagung 2018 gewidmet war.

Erste Sprecherin: Prof. Dr. Marlis Prinzing
, Hochschule Macromedia Köln, Brüderstrasse 17, 50667 Köln
marlis.prinzing@das-rote-sofa.de


Zweite Sprecherin: Dr. Nina Köberer
, Niedersächsisches Landesinstitut für schulische nQualitätsentwicklung (NLQ), Keßlerstraße 52, 31134 Hildesheim, koeberer@nlq.nibis.de


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Zwei neue Bände:

In der Schriftenreihe „Kommunikations- und Medienethik“, herausgegeben von Alexander Filipović, Christian Schicha und Ingrid Stapf, erschienen im Nomos-Verlag aktuell zwei neue Bände:

Köberer, Nina; Prinzing, Marlis; Schröder, Michael (Hg.) (2018): Migration, Integration, Inklusion. Medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitale Mediengesellschaft. Baden-Baden: Nomos (Kommunikations- und Medienethik, 8), DOI: 10.5771/9783845285085. 276 S., 64,00 €, ISBN: 978-3-8487-4304-9

Liesem, Kerstin; Rademacher, Lars (Hg.) (2018): Die Macht der Strategischen Kommunikation. Medienethische Perspektiven der Digitalisierung. Baden-Baden: Nomos (Kommunikations- und Medienethik, 7), DOI: ###. 242 S., 49,00 €, ISBN 978-3-8487-3458-0

Bestellmöglichkeiten auf der Website des Nomos-Verlages.

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Ausblick und Rückblick:

Jahrestagung des Netzwerks Medienethik und der DGPuK-Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik in Kooperation mit der Akademie für politische Bildung, Tutzing, zum Thema
Aufwachsen in digitalen Gesellschaften. Zur Ethik mediatisierter Kindheit und Jugend. Eine interdisziplinäre Tagung zu Ehren von Rüdiger Funiok am 22. und 23. Februar 2018 in München, Hochschule für Philosophie.
Die Tagung nahm aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, Bildung und des Kinder- und Jugendmedienschutzes zum Anlass, ein neues Themenfeld für die Kommunikations-, Medien- und Informationsethik aufzubereiten, kritisch zu reflektieren und zu bewerten. Im Zentrum der Auseinandersetzung stand die Frage der Autonomie-Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, die in digitalisierten Gesellschaften und Öffentlichkeiten heranwachsen. Damit werden Abwägungen zu ethischen und rechtlichen Schutzforderungen (z. B. im rechtlichen Jugendmedienschutz der Medienregulierung, aber auch in Bezug auf Privatsphäre) relevant. Wie steht es mit den Ansätzen im Bildungssystem zur Förderung der Befähigungen und Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen? Somit wird die Frage nach dem Aufwachsen in digitalen Gesellschaften als zentrale ethische Frage verstanden, die medien- und bildungspolitisch hoch aktuell und relevant ist.

Die Tagung wurde zu Ehren von Prof. Dr. em. Rüdiger Funiok SJ durchgeführt. Rüdiger Funiok hat immer auch in der Schnittmenge von Medienethik und pädagogischen Fragen gearbeitet. Mit der Tagung ehren wir sein andauerndes Wirken für die Disziplin Medienethik, nicht zuletzt auch für die Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik und das Netzwerk Medienethik.

Hier zum Tagungsbericht: Wenn die "Muse" Erziehungstipps gibt von Bärbel Röben.

Vorbereitungsteam: Alexander Filipović, Jessica Heesen, Nina Köberer, Kerstin Liesem (Mutterschutz), Marlis Prinzing, Michael Schröder, Ingrid Stapf

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Rückblick 2017

 
Juni 2017:
Der Call für unsere nächste Jahrestagung ist online, das Thema lautet: Aufwachsen in digitalen Welten. Zur Ethik mediatisierter Kindheit und Jugend. Eine interdisziplinäre Tagung zu Ehren von Rüdiger Funiok.
Einreichungen bitte bis 1. Oktober 2017, weitere Informationen: http://tagung2018.netzwerk-medienethik.de/
Vorbereitungsteam: Alexander Filipovic, Jessica Heesen, Nina Köberer, Kerstin Liesem, Marlis Prinzing, Michael Schröder, Ingrid Stapf
 
Februar 2017:
Jahrestagung zum Thema Immigration, Integration, Inklusion – Herausforderungen für Journalismus, Medien und Kommunikation. So lautet der Arbeitstitel für die Jahrestagung 2017, die vom 16. bis zum 17. Februar 2017 an der Hochschule für Philosophie in München stattfindet. Vorbereitungsteam: Alexander Filipovic, Jessica Heesen, Nina Köberer, Kerstin Liesem und Ingrid Stapf. Weitere Informationen: hier
Neuwahl der stellvertretenden Sprecherinnen: Nina Köberer und Marlis Prinzing werden auf zwei Jahre gewählt; die Position der ersten Sprecherin Kerstin Liesem stand nicht zur Neuwahl; Kerstin Liesem befindet sich zudem derzeit im Mutterschutz. Weitere Informationen: hier.
Im Nachgang der Tagung wird ein Band zum Thema vorbereitet, der im Nomos Verlag erscheinen soll. Herausgeberteam: Nina Köberer, Marlis Prinzing, Michael Schröder.

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Rückblick 2016

  • Wir trauern um unser Fachgruppen-Mitglied Gabriele Goderbauer-Marchner, die am 1. Juli 2016 im Alter von 56 Jahren in ihrer Heimatstadt Landshut verstorben ist. Als Journalismus-Professorin wirkte Goderbauer-Marchner seit 1998 an den Hochschulen Mittweida und Würzburg sowie der Bundeswehruniversität München. Außerdem leitete Gabriele Goderbauer-Marchner von 2000 bis 2009 den Mediencampus Bayern e. V., den bayerischen Dachverband für die Medienaus- und weiterbildung. Sowohl als Professorin als auch als Geschäftsführerin des Mediencampus Bayern lag ihr besonders die Ausbildung und die Förderung des journalistischen Nachwuchses am Herzen. Mit ihr verlieren wir eine engagierte Kollegin. Unser Mitgefühl gilt ihrem Mann und ihren zwei Söhnen.   
  • Unser FG-Mitglied Christian Schicha hat am 23. Juni 2016 seine Antrittsvorlesung als Professor für Medienethik an der Universität Erlangen-Nürnberg gehalten. Wir gratulieren ihm herzlich zur Professur. Impressionen von der Antrittsvorlesung im Experimentiertheater der Universität Erlangen-Nürnberg erhalten Sie hier.  
  • Call für die Fachtagung 2017 "Immigration, Integration, Inklusion" - medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitaie Mediengesellschaft" wird veröffentlicht.
  • Neuwahl des Sprecherinnenteams Kerstin Liesem & Ingrid Stapf, ausführlichere Informationen finden Sie hier.
  • Die Dokumentation unserer Jahrestagung 2014 liegt vor. Der Titel des medienethischen Bandes lautet: "Eine Frage der Ethik? Eine Ethik des Fragens. Interdisziplinäre Untersuchungen zu Medien, Ethik und Geschlecht." Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Unser FG-Mitglied Alexander Filipovic wurde auf der DGPuK-Mitgliederversammlung als Mitglied des Ethikausschusses bestätigt. Er wird dem Gremium weitere zwei Jahre vorstehen. Ihm zur Seite steht Claudia Riesmeyer (LMU München). Elisabeth Klaus (Universität Salzburg) sowie Christian Strippel (FU Berlin) sind aus dem Ethikausschuss ausgeschieden. 
  • Unser FG-Mitglied Bernhard Debatin hielt den Vortrag beim Festakt der 61. DGPuK-Jahrestagung in Leipzig mit dem Titel:  "Der schmale Grat zwischen Anpassung und Integration - Kritische Anmerkungen zum 100-jährigen Jubiläum der Kommunikationswissenschaft". Wer den Vortrag (noch einmal) hören möchte, der findet ihn unter hier ab Minute 42:09. 

Jahrestagung “Die Zukunft des Journalismus – als Thema der Kommunikations- und Medienethik”: Für die gemeinsame Jahrestagung des Netzwerks Medienethik und der Fachgruppe “Kommunikations- und Medienethik” am 12. und 13. Februar 2015 in München liegt nun das vorläufige Programm vor: http://www.netzwerk-medienethik.de/jahrestagung/tagung2015/, auch die Anmeldung ist ab sofort möglich. 

Hier können Sie den Jahresbericht 2014 der Fachgruppe lesen.

Programm und Einladung Jahrestagung: Die Tagung  (13.-14. Februar 2014, München) wird veranstaltet zusammen mit der DGPuK-Fachgruppe “Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht” und dem Netzwerk Medienethik. Das Programm finden Sie hier.