Fachgruppentagungen

Jahrestagung 2019

Unter dem Titel „Technik – Medien – Geschlecht revisited: Die Bedeutung von Gender in digitalisierten Medienwelten“ finded die diesjährige Fachgruppentagung vom 02.-04. Oktober 2019 an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster statt.

Das Tagungsprogramm, Anmeldungsformular sowie Informationen zum Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Jutta Röser finden Sie auf unserer Tagungshomepage.

 

 

Jahrestagung 2018

Die Jahrestagung 2018 der Fachgruppe Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht fand vom 26. bis 28. September 2018 an der Eberhard Karls Universität Tübingen zum Thema "Dissonanzen und Solidarisierungen: Feministische und intersektionale Perspektiven auf Partizipation in Medienkulturen" statt.

Im Fokus der Tagung standen Fragen nach der Mitwirkung von marginalisierten Gruppen an gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Prozessen und nach den Möglichkeiten und Grenzen, sowie nach Bedingungen und Ressourcen für Partizipation in Medienkulturen.

Das Tagungsprogramm und weitere Informationen finden Sie hier.

 

Jahrestagung 2017

Die Jahrestagung 2017 der DGPuK-Fachgruppe Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht war zugleich eine Konferenz anlässlich der Verabschiedung von Ulla Wischermann. Sie wurde in Kooperation zwischen der Fachgruppe und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse der Goethe-Universität Frankfurt veranstaltet und fand vom 4. bis 6. Oktober 2017 an der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Im Zentrum der Tagung „Feminismus und Öffentlichkeit: Kritik, Widerstand und Interventionen im medialen Wandel“ standen feministische Kritik und Praktiken des Widerstands im medialen Wandel sowie die damit in Gang gesetzten Veränderungen im Verständnis und in der Formierung von Öffentlichkeiten.

Weitere Informationen und das aktuelle Programm finden Sie auf der Tagungswebseite.

Ein parallel zur Tagung organisierter Nachwuchsworkshop bot interessierten Nachwuchswissenschaftler*innen die Gelegenheit, mit Expert*innen des Fachs ihre Projekte und Forschungsideen zu diskutieren und zu präzisieren. Nähere Informationen finden sie auf der Seite Nachwuchsförderung.

 

Übersicht der bisherigen Jahrestagungen und Workshops

2016 – Körperbilder – Körperpraktiken vom 28.-30. September 2016 in Hamburg

2015 – Kommunikationswissenschaftliche Geschlechterforschung als kritische Gesellschaftsanalyse vom 2.-3. Oktober 2015 in Salzburg

2014 – Medien. Sprache. Geschlecht vom 19.-21. Februar 2015 in Eichstätt

2013 – Medien, Ethik und Geschlecht vom 13.-14. Februar 2014 in München

2012 – Medien-Arbeit: Produktion – Aneignung – Repräsentation vom 15.-17. November 2012 in Lüneburg

2011 – Screening Gender vom 22.-24. September 2011 in Potsdam

2010 – In Bewegung: Das Verhältnis von Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht vom 23.-25. September 2010 in Berlin

2009 – Gender, Queer und Medien vom 5.-7. November 2009 in Hamburg

2008 – "Das erste Opfer des Krieges ist die … Emanzipation" vom 2.-3. Oktober 2008 in Salzburg

2007 – Politik auf dem Boulevard vom 27.-29. September 2007 in Berlin

2006 – Alltag in den Medien – Medien im Alltag im Oktober 2006 in Lüneburg

2005 – Achsen der Differenz vom 7.-8. Oktober 2005 in Frankfurt am Main

2004 – Männlichkeiten in den Medien. Das andere Geschlecht erforschen vom 8.-9. Oktober 2004 in Salzburg

2003 – Medienwandel – Gemeinschaftswandel vom 10.-11. Oktober 2003 in Münster

2002 – Medienkörper – Körper in den Medien vom 11.-12. Oktober 2002 in Göttingen

2001 – Gender Studies und empirische Forschung – ein Spannungsverhältnis? vom 12.-13. Oktober 2001 in Dortmund

1999 – Tabubruch als Programm – Privates und Intimes in den Medien vom 8.-10. Oktober 1999 in Arnoldshain/Taunus

1998 – Kommunikationswissenschaft und Gender Studies

 

 

 

Tagungsbände der Fachgruppe

Prommer, Elizabeth/Schuegraf, Martina/Wegener, Claudia (2015): Gender – Medien – Screens. (De)Konstruktionen aus wissenschaftlicher und künstlerischer Perspektive. Konstanz: UVK.

Der Band, hervorgegangen aus der Fachgruppentagung 2011 in Potsdam, beschäftigt sich mit (De-)Konstruktionen von Geschlecht, die mittels Screens verbreitet werden. Der Begriff Screen wird dabei unterschiedlich verstanden. Im technischen Sinne sind damit alle derzeitigen Bildschirmmedien und ihre möglichen Weiterentwicklungen gemeint. Das können sowohl klassische Bildschirmmedien wie Kino und Fernsehen als auch neuere Formen wie Internet-Angebote, mobile Medien, Smartphone-Inhalte und Computerspiele sein. Screens sind aber auch kulturelle Bilderrepertoires, die zwischen der Welt und unserem Blick auf sie vermitteln. In diesem Sinne analysiert der vorliegende Band, wie verschiedene strukturierende Momente visueller (Re-)Präsentation an der Konstruktion von Geschlecht und gesellschaftlichen Normen beteiligt sind.

 

Maier, Tanja/Thiele, Martina/Linke, Christine (Hg.) (2012): Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in Bewegung. Forschungsperspektiven der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Geschlechterforschung. Bielefeld: transcript.

Eine nach wie vor aktuelle Frage der Kommunikations- und Medienwissenschaft lautet: Welche Relevanz hat Geschlechterwissen für die Konzeption von Öffentlichkeiten sowie für das Verständnis von Medien und deren Gebrauch? Insbesondere die permanenten Wandlungsprozesse in den Bereichen von Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht fordern diese Diskussion stets von neuem heraus. Ziel dieses Bandes ist es, die vielfältigen Verschränkungen von Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht aufzugreifen und sie theoretisch und methodisch zu erfassen. Die Beiträge leisten eine kritische Reflexion der theoretischen und empirischen Leistungen der Gender Media Studies unter Bedingungen des aktuellen Gesellschafts- und Medienwandels.

 

Thiele, Martina/Thomas, , Tanja/Virchow, Fabian (Hg.) (2010): Medien – Krieg – Geschlecht: Affirmationen und Irritationen sozialer Ordnungen. Wiesbaden: Springer VS.

Es sind maßgeblich Medien, mittels derer die Auswirkungen von Kriegen und Konflikten auf die Ordnung der Geschlechter repräsentiert, erzählt und visualisiert werden. Damit tragen die entsprechenden Artikulationen, Narrationen und Bilderpolitiken entscheidend zu den Vorstellungen bei, die sich Gesellschaften von an Kriegen beteiligten Akteursgruppen sowie den Ordnungen und Praktiken der Geschlechter in Kriegszeiten machen. Der vorliegende Band versammelt erstmals Beiträge, die sich dem Zusammenhang von Medien, Krieg und Geschlecht aus unterschiedlichen Perspektiven widmen und dabei auch die Erfahrungen von Journalistinnen reflektieren, die aus Kriegs- und Krisengebieten berichten.

 

Lünenborg, Margreth (Hg.) (2009): Politik auf dem Boulevard? Die Neuordnung der Geschlechter in der Politik der Mediengesellschaft. Bielefeld: transcript.

Dieser Band befasst sich mit der Relevanz der Boulevardisierung des Politischen in den Medien und den Folgen für die Geschlechterverhältnisse. In einer für die deutschsprachige Forschung unorthodoxen Weise wird dabei gefragt: Birgt die Boulevardisierung des Politischen auch Potenziale, um die Geschlechterverhältnisse im öffentlichen Diskurs neu zu gestalten? Historische und aktuelle Analysen machen sichtbar, dass die Antwort ambivalent ausfällt.

 

Röser, Jutta/Thomas, Tanja/Peil, Corinna (Hg.) (2009): Alltag in den Medien – Medien im Alltag. Wiesbaden: Springer VS.

Den Alltag auffällig zu machen und ihn als Bezugspunkt der Medienkommunikationsforschung in den Blick zu rücken, ist Ziel des vorliegenden Bandes. Im ersten Teil werden Konstruktionen von Alltag in medialen Deutungsangeboten thematisiert: Alltag in den Medien wird u.a. anhand von Reality-TV, Geschlechterinszenierungen in Serien sowie Konventionen im Journalismus untersucht. In den Beiträgen des zweiten Teils stehen Prozesse der Medienaneignung in Alltagskontexten im Mittelpunkt: Um Medien im Alltag zu beleuchten, wird der Gebrauch von Print-, Digital- und anderen Medien in ihrer Verflechtung mit alltäglichen Praktiken analysiert. Die versammelten Beiträge stellen dabei vielfältige Theoriebezüge her, so zu den Cultural Studies, den Gender Media Studies und den Arbeiten von Pierre Bourdieu.

 

Wischermann, Ulla/Thomas, Tanja (Hg.) (2008): Medien – Diversität – Ungleichheit. Zur medialen Konstruktion sozialer Differenz. Wiesbaden: Springer VS.

Ungleiche soziale Verhältnisse und eine fehlende soziale Integration stehen im Widerspruch zu den Gleichheitsgrundsätzen moderner demokratischer Gesellschaften. In einer Zeit, in der die soziale Frage durch verschärfte Chancenungleichheit, Bildungsunterschiede und Probleme bei der Integration in die Mehrheitsgesellschaft unübersehbar wird, geraten mediale Thematisierungen der gesellschaftlichen Verhältnisse sowie personalisierte Repräsentationen und Inszenierungen der “Anderen” oder der so genannten “neuen Unterschicht” in den Blick.

 

Forster, Edgar/Klaus, Elisabeth/Neissl, Julia (Hg.) (2005):  Männlichkeiten. Das andere Geschlecht erforschen. Medien Journal 29/1.

Diese Ausgabe des “Medien Journals” versammelt Beiträge zur Tagung “Männlichkeiten – das andere Geschlecht erforschen”. Im Mittelpunkt stehen Beiträge zur systematischen Entfaltung eines Forschungsprogramms zu den “Männlichkeiten in den Medien”, den dazu notwendigen transdisziplinären Ansätzen und Möglichkeiten, in die gesellschaftliche Praxis hinein zu wirken. Die AutorInnen vertreten den Ansatz, dass es einen bestimmten Ort für “Männerforschung” ebenso wenig geben kann, wie einen für “Frauenforschung”; sie decken somit in der Tradition der Genderforschung diese Binarität als Konstruktion auf.

 

Hipfl, Brigitte/Klaus, Elisabeth/Scheer, Uta (Hg.) (2004):  Identitätsräume. Körper und Geschlecht in den Medien. transcript.

Dieser Band beschäftigt sich im Sinne der Cultural Studies mit dem Zusammenspiel von Medien und Identität. Medien werden dabei als Konstrukteure von Identitätsräumen verstanden. Aus transdisiplinärer Perspektive widmen sich die Beiträge folgenden Fragen: Welche “spaces of identity” ergeben sich aufgrund medientechnologischer Entwicklungen? Kommt es zu einem Wiederaufleben nationaler Identitätsräume? Werden transnationale bzw. translokale Verortungen sichtbar? Welche Körper werden in den Medien repräsentiert und welche Geschlechterkonstruktionen werden damit vermittelt? Welcher Art sind die Identitätsräume, die in virtuellen Räumen angeboten werden? Welche Bedeutung kommt Verstörungen normativer Muster durch die medialen Präsentationen von Homosexuellen und Transgenders zu? Die HerausgeberInnen und AutorInnen verbinden damit Raumtheorien mit Cultural und Gender Media Studies.

 

Herrmann, Friederike/Lünenborg, Margreth (Hg.) (2001): Tabubruch als Programm. Privates und Intimes in den Medien. Leske + Budrich.

Die Politikeraffäre in den Nachrichten, Ehestreit in der Talkshow, Bekenntnisse in der Illustrierten: Private Themen sind präsent, in allen Medien, in allen Genres. Und sie werden ebenso eifrig rezipiert, wie von Medienkritikern unisono verdammt. Sie gelten als Gefahr für eine Demokratie, die auf der Trennung von Privatem und Politischem beruht. Eine vorschnelle Diagnose? Fehlt es vielleicht nur an professionellen journalistischen Kriterien? Diese Fragen führen als roter Faden durch den ungewöhnlichen Dialog zwischen JournalistInnen und MedienwissenschaftlerInnen in diesem Band. Die AutorInnen analysieren Medieninhalte und erforschen Bedürfnisse von Rezipientinnen und Rezipienten. Sie reflektieren journalistische Arbeitstechniken. Und sie entwickeln theoretische Konzepte der Genderforschung weiter: Traditionell gilt das Private als Sphäre der Frauen. Heute müssen Vorstellungen von Privatheit und Öffentlichkeit auch für die Medien neu formuliert werden.

 

Marci-Boehncke, Gudrun/Werner, Petra/Wischermann, Ulla (Hg.) (1996): BlickRichtung Frauen. Theorien und Methoden geschlechtsspezifischer Rezeptionsforschung. Deutscher Studien-Verlag.

Wenn Frauen Zeitung lesen, fernsehen oder Radio hören, tun sie das anders als Männer: Sie pflegen andere Mediennutzungsrituale und zeigen andere Präferenzen. Auf der Basis dieser wissenschaftlichen Ergebnisse werden in den Beiträgen des Bandes Rezeptionsfragen aus unterschiedlichen BlickRichtungen diskutiert. Dabei geht es weniger um empirische Befunde, sondern um innovative methodische Ansätze, die anhand konkreter Forschungsprojekte vorgestellt werden. Grundlage dafür sind Überlegungen zur Theoriebildung für eine Kommunikationswissenschaft, die Geschlecht nicht als eine Variable unter anderen, sondern als Strukturkategorie begreift. Wie die Kontroverse um die Kategorie Geschlecht in der Rezeptionsforschung gewinnbringend genutzt werden kann, wird aus zwei BlickRichtungen beleuchtet: Die strenge Dichotomisierung weiblicher und männlicher Rezeption zu überdenken, bzw. Geschlecht als ein den Medienprodukten ‘eingeschriebenes’ kulturelles Bedingungssystem zu interpretieren.